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Unser Konzept orientiert sich an den Inhalten und Konzepten derjenigen Länder, in denen die Vorschule Bestandteil und erste Grundlage des Schulsystems ist. Es basiert auf zwei wesentlichen Punkten:

  • Individuelle und gezielte Förderung von Denken, Kreativität und körperlicher Entwicklung der Kinder in kleinen Gruppen - zwanglos und mit viel Spaß
  • Erwerb einer zweiten Sprache (Französisch) durch Immersion (Sprachbad) in einem bilingualen Umfeld

 


Diese Zielsetzungen sollen unter folgenden Rahmenbedingungen verwirklicht werden:

  • In der Ecole werden die Kinder sowohl französisch- als auch deutschsprachige Erzieherinnen als Bezugspersonen haben, nach dem Prinzip: une personne - une langue.
  • Die projektbezogene Förderung wird von unserer französischsprachigen Vorschullehrerin geleitet, Gesang, Spiel sowie kreative und kulturelle Aktivitäten werden in beiden Sprachen betreut.
  • Ein altersgemäßer Rhythmus aus Konzentrations- und Entspannungsphasen während des Tages wird den Kindern ausreichende Spiel- und auch Rückzugsmöglichkeiten bieten.

 

Für eine frühe Mehrsprachigkeit spricht vieles. Neurowissenschaftliche Forschungen zeigen, dass so genannte Entwicklungsfenster für das Erlangen bestimmter Fähigkeiten im frühen Kindesalter nur für kurze Zeiträume geöffnet sind. Das "Sprachfenster", das es ermöglicht, spielend zwei Sprachen gleichzeitig zu erwerben, ist beim Beginn des Fremdsprachenunterrichts in der Schule längst zugefallen, so dass die Kinder die Sprache dann bewusst und nach Regeln pauken müssen.

Wie wichtig Mehrsprachigkeit für die Entwicklung der Kinder ist, machte z. B. Prof. Dr. Henning Wode (Universität Kiel) 1998 in seinem Vortrag "Frühe Mehrsprachigkeit für Kinder. Chance oder Risiko?" deutlich:

  • Kinder, die zweisprachig aufwachsen, lernen später leichter weitere Fremdsprachen (beispielsweise Englisch oder Spanisch).
  • Kinder, die zweisprachig aufwachsen, haben eine höhere soziale Kompetenz.
  • Auch die erste Muttersprache wird ohne Einschränkungen und nahezu unverzögert gelernt, im Gegenteil: französischsprechende Kinder, die man im Elsass teilweise in deutscher Sprache betreute, beherrschten ihre erste Muttersprache besser, als monolingual aufgewachsene Kinder, und auch die Mathematikergebnisse der bilingual aufgewachsenen Kinder waren später etwas besser, als die der anderen (bessere kognitive Fähigkeiten wurden auch bei kanadischen Kindern nachgewiesen, die im Gegensatz zu ihren Altersgenossen bilingual - englisch/französisch - aufgewachsen waren).

Kinder eignen sich die Sprache sozusagen "nebenbei" an: z.B. während des Singens oder beim Ausüben immer wiederkehrender Tätigkeiten, die auf Französisch kommentiert werden. Erfahrungen haben gezeigt, dass der intensive Kontakt mit einer zweiten Sprache ab 2 Jahren ein Sprachvermögen erzielt, das von einer echten Bilingualität kaum zu unterscheiden ist. Bereits lange vor der Einschulung werden die Kinder beide Sprachen verstehen können und sich auch auf französisch untereinander verständigen - nebenbei gelernt bleibt im Kopf, ähnlich dem Fahrradfahren.

 


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